Presse
14.03.2018, 08:43 Uhr | MAZ - Prignitz-Kurier 14.3.2018 / Sandra Bels
Wehr sammelt für Beamer
Kunower bitten im Internet bis Jahresende um Spenden
Kunow. Normalerweise ist es die Feuerwehr, die um Hilfe gerufen wird. Nun aber wendet sich die Kunower Feuerwehr mit einem Spendenaufruf an die Öffentlichkeit. Per Crowdfunding (Gruppenfinanzierung) bitten die Feuerwehrleute um Spenden für den Kauf eines Beamers. Als Initiator und Ansprechpartner für die Aktion, die das Jahresprojekt der Wehr ist, steht der stellvertretende Ortswehrführer Thomas Pettke: „Auch das Ehrenamt ist
manchmal auf Hilfe und Unterstützung angewiesen.“ Der Beamer werde für Schulungen sowie die Aus-, Fort und Weiterbildung der Feuerwehrleute
benötigt. Der Projektor soll auch außerhalb der Feuerwehr auf anderen Veranstaltungen wie zum Beispiel bei Ortsbeiratssitzungen eingesetzt werden können. Pettke verspricht in seinem Aufruf, der im Internet bei Facebook und Instagram zu finden ist, dass die Feuerwehr das Geld, was über die geplante
Summe hinaus gespendet wird, für einen guten Zweck weiterleiten will. 185 von 350 Euro sind derzeit über das Crowdfunding schon für den Beamer zusammengekommen. Die Aktion begann am 5. März und läuft noch 291 Tage, also bis Ende des Jahres. Crowdfunding ist eine Art Gruppenfinanzierung. Kapitalgeber ist eine Vielzahl von Personen. Zumeist sind es Internetnutzer, da die Aufrufe dafür im Internet erfolgen. Bereits im Jahr 2016 rief die Wehr zu einer ähnlichen Spendenaktion auf. „Wir hatten das bei einer Stadtfeuerwehr gesehen und gedacht, dass das auch für uns eine Möglichkeit sein könnte, Spenden zu sammeln“, so Pettke. Damals ging es um eine Schmutzwasserpumpe. Sie sollte etwa zwischen 350
und 400 Euro kosten. Pettke erinnert sich daran, dass zwischen 500 und 600 Euro zusammengekommen waren. Das restliche Geld wurde für gemeinsame Aktionen von Feuerwehr und Ortsbeirat für die Bewohner von Kunow eingesetzt. Zwischen beiden besteht seit Jahren eine enge Zusammenarbeit.
Wie lange die Spendenaktion im Internet läuft, ist jedem selbst überlassen. „Wir schreiben darüber hinaus auch noch Firmen an und werben Spenden
ein“, so Pettke. Das hatte die Feuerwehr vor zwei Jahren noch nicht getan.
Einer der ersten, der Geld für den Beamer gegeben hat, ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke. 150 Euro zahlte er ein. „Ich habe auch in diesem Jahr wieder gerne geholfen“, schreibt er bei Facebook. Die tolle Arbeit, die vor Ort geleistet wird, verdiene Unterstützung. Auch 2016 hatte sich Steineke beteiligt und die Wehr in Kunow besucht. Mit den Worten „bis bald persönlich in Kunow“ kündigt er seinen Besuch dort an.
 
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