Presse
27.11.2017, 12:12 Uhr | Der Prignitzer 27.11.2017 / Doris Ritzka
Gordon Hoffmann alter und neuer CDU-Chef
Gespräch mit dem Vorsitzenden des Kreisverbandes Prignitz über Erreichtes und neue Intentionen
PERLEBERG Mit 96,7 Prozent wurde Gordon Hoffmann auf dem Prignitzer Parteitag der CDU zum Kreisvorsitzenden wiedergewählt. Mit ihm sprach Redakteurin Doris Ritzka.
 
Erst einmal Glückwunsch zur Wiederwahl. Ganz offensichtlich hat der Vorstand, haben Sie als Vorsitzender eine souveräne Arbeit gemacht. Worauf blickt die CDU Prignitz mit Stolz?

Gordon Hoffmann: Auf einen erfolgreichen Kampf gegen die Kreisgebietsreform. Wir waren daran maßgeblich beteiligt. Mit dem Stop der Reform wurde Schaden vom Land abgewendet, Perleberg bleibt Kreisstadt und wir sind stolz, dass mit Hans Lange der Chef der Volksinitiative aus unseren Reihen kommt. Auch auf unser Ergebnis bei der Bundestagswahl sind wir stolz. Vor vier Jahren schaffte es Sebastian Steineke relativ überraschend
in den Bundestag. Damals haben wir vom Bundestrend profitiert. Dieses Mal war es schon schwieriger. Trotzdem Platz zwei in Brandenburg bei der
Erststimme und das beste Ergebnis bei der Zweitstimme.
 
Wo rollt der Zug nun hin?
 
Die Kreisgebietsreform ist gestoppt, aber längst sind nicht alle Fragen beantwortet. Es geht zum Beispiel um die Leistungsfähigkeit der Verwaltung.
Da sind wir vor Ort gefragt Kooperationen voranzutreiben. Andererseits sind die Kommunen nicht richtig ausfinanziert. Da ist das Land in der Pflicht. Für die nächsten Wahlen heißt es da, ein Angebot zu unterbreiten.
 
Wie könnte das aussehen?
 
Was Kooperationen angeht wollen wir mit unseren Nachbarkreisen Möglichkeiten ausloten. Aber auch eine externe Organisationsuntersuchung
unserer Kreisverwaltung kann hilfreich sein, um die Effizienz zu verbessern.

2018 ist das einzige Jahr ohne Wahlen. Zeit zum Durchatmen?
 
Zum Luftholen bleibt nicht viel Zeit. Wahlen müssen vorbereitet, Kandidaten gefunden werden. Ein Vorteil ist da sicher, dass die Kommunalwahlen in den bisherigen Strukturen erfolgen. Das Programm, mit dem wir antreten, muss
Antwort geben, wie wir die Prignitz weiterentwickeln wollen. Natürlich spielt der demografische Wandel eine Rolle, er ist aber auch eine Chance. Die Geburtenrate steigt, immer mehr kehren in die Heimat zurück. Das müssen wir
thematisieren, Vorsorge betreiben.
 
Zum Beispiel?
 
Ein vernünftiges Kita-Angebot und zur Schule gehören nicht nur Stühle und Tische, sondern vor allem auch ausreichend Lehrer.
Die Altersstruktur ist Thema in fast allen etablierten Parteien. Wie wollen Sie mehr Jüngere für die CDU begeistern?
 
In dem wir angehen, was sie bewegt. Einen ersten Schritt haben wir heute gemacht, in dem wir erstmalig mit Steffen Dahnke einen Mitgliederbeauftragten benannt haben. Ein junger Mann, der von Hamburg zurück in die Prignitz gekommen ist und hier auch bleiben will. Nur über
Themen funktioniert es, die Jugend zu interessieren. Zum Beispiel Nahverkehr, Bildung, Betreuung und das in verständlicher Sprache. Die 10.
Novellierung irgendeiner Satzung versteht keiner.

Die Kreisstadtfrage ist vom Tisch, die Kreisumlage wird gesenkt, haushaltsmäßig steht der Landkreis gut da und nimmt sogar noch Geld in die Hand für den Breitbandausbau. Erfolge auf der ganzen Linie für Landrat und Verwaltung, oder?
 
Hinsichtlich des Haushaltes profitieren auch wir von der extrem guten wirtschaftlichen Lage in ganz Deutschland. Das ist aber kein Grund, um die
Hände in den Schoß zu legen. Für die Zukunft sind längst nicht alle Probleme gelöst. Es gilt Vorsorge zu treffen für die nächsten Jahre, die Verwaltung
entsprechend aufzustellen. Hier nachzufragen, wo aus eigener Sicht Handlungsbedarf besteht und dann auf der Suche nach Kooperationspartnern
nicht nur bis Ruppin schauen, sondern auch Rathenow oder Oranienburg mit ins Boot nehmen.
 
Vielen Dank für das Gespräch
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